Mein Trip nach Washington D.C.

Ich hatte ein wenig beruflich in Washington zu tun. Eine Atombombe im Südwesten der Stadt musste entschärft und ein Wasseraufbereiter im Jefferson Memorial in Gang gebracht werden. Nebenher habe ich noch für einen Radiosender einen Sendemast repariert und einige unerwünschte Persönlichkeiten aus den Tiefen der Metro entfernt.

fallout3_3Na gut, ich habe ein wenig geflunkert. Ich war nicht beruflich dort, sondern privat. Und zwar im ersten Spiel seit HalfLife 2, das mich zum durchspielen motiviert konnte. Fallout 3.
fallout3_2Im dritten Teil der recht erfolgreichen Fallout-Serie muss man wieder aus einem Atombunker (einem sogenannten „Vault“) fliehen und darf sich ein wenig an der Oberfläche von Washington D.C. austoben. Natürlich alles im Dienste der Menschheit, die den vergangenen Atomkrieg nicht sonderlich gut überstanden hat. Fiese Mutanten und gehirntote Ghuls machen sich breit und wollen von mir in die ewigen Jagdgründe gepustet werden. Zum pusten spendiert Fallout 3 eine riesige Menge an mehr oder weniger realistischen Waffen. Vom Nagelbrett angefangen bis hin zum Miniaturatomraketenwerfer, der acht Miniatombomben gleichzeitig verschießt, gibt es was für jeden Geschmack. Typisch Rollenspiel halt.
Die riesige Vielfalt an verschiedenen Gegenständen weckt (wie in den Vorgängern) den Sammlerinstinkt und zwingt mich gradezu weiter zu spielen. Mal hier ein wenig Altmetall für die Wasserwiederaufbereitungsanlage in Megaton, mal dort eine Holomarke für die stählerne Bruderschaft.
Und dann erst die Story. Sowas habe ich leider lange nicht mehr erlebt (kann auch sein, dass ich die falschen Spiele spiele). Man bekommt eine Geschichte serviert, bei der man richtig miterleben kann, was einzelne Personen durchmachen. Zusätzlich zur Hauptstory gibt es noch dutzend Nebenstorys, die allesamt klasse erzählt sind und es wert sind durchgespielt zu werden.

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Die Entwickler von Fallout 3 (Bethesda) haben Washington zwar nicht eins zu eins nachgebaut, aber alle wichtigen Orte (Washington Monument, Jefferson Memorial, Nationalbibliothek, usw…) wurden sehr realitätsnah gestaltet und liegen auch an den Stellen, an denen ein Einwohner Washington vermutlich danach suchen würde. Auch der Fluss, der sich quer durch das Spielgebiet zieht entspricht dem Verlauf des Pendant in der realen Welt. Da fühlt man sich doch fast schon als Ortskundiger.fallout3_11

Es ist tatsächlich seltsam. In den letzten Jahren hat mich kein Spiel so lange bei der Stange halten können, wie Fallout 3. Und das vor kurzem erschienene Addon „Operation Anchorage“ steht schon auf meiner to-buy-Liste. Ich hoffe, das wird genau so fesselnd wie das Hauptprogramm.

MfG, der Dac…

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One Comment on “Mein Trip nach Washington D.C.”

  1. Dommi Says:

    Fallout 3 ist eindeutig ein weiterer Geniestreich von Todd Howard samt Team! Echt klasse gemacht! Am besten fand ich das Game ab dem Zeitpunkt, ab dem ich einen Supermutanten als „Haustier“ hatte, mit dem dann jeder Kampf zum Kinderspiel wurde…
    Schade ist nur, dass man nach der Beendung der Story nicht mehr weiterspielen kann!! Gut, ich verstehe dass man sich opfern musste und das war von der Story her auch gut eingefädelt, aber dabei zeigen doch andere Genre-vertrehter, wie z.b. das hauseigene Oblivion oder Rockstars GTA- Reihe, dass die Möglichkeit, ein „endlosspiel“zu erleben für Open-World games einfach NÖTIG sind, um eine glaubwürdige Welt zu erschaffen. Das Argument, dass man ja den letzten Spielstand laden kann und das game erst beendet wenn man wirklich keinen Bock mehr hat, ist dabei eine faule Ausrede für mich!
    So bleibt zwar die Erinnerung an ein meisterhaftes Rollenspiel – jedoch nicht ohne an das für mich sehr jähe Ende meiner Zeit im Wasteland zu denken.


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