Benutzerunfreundliches Verpackungsdesign
So oder so ähnlich wird’s morgen in allen Zeitungen stehen:
„Genervter Endanwendung ersticht Verpackung brutal mit gefährlicher Waffe.“
Fakt ist, dass ich mir gestern im Saturn örtlichen Multimediafachgeschäft ein neues Headset zugelegt habe. Soweit nichts Besonderes. War sogar eher erfreulich, weil das Teil günstiger war, als angepriesen.
Dann zu Hause wollte ich das Headset auspacken und stieß erst mal auf ein unüberwindliches Hindernis:
Die Verpackung
Durchsichtiges Plastik, welches die Formen des Headsets leicht umschmeichelt. Wohlgeformte Rundungen, wie moderne Headsetverpackungen nunmal sein müssen.
Doch nirgendwo eine Möglichkeit das Teil aufzubekommen. Statt dessen ein Rand, der rundum zugeschweißt ist.
Hallo? Wie soll man das denn aufbekommen ohne die Verpackung zu beschädigen, die man für einen eventuellen Garantiefall ja noch brauchen könnte?
Nach 10 Minuten Rumsucherei nach einem Öffnungsmechanismus habe ich die Schnauze voll und greife zu meiner kleinen Schere. Ich setze an, drücke zu und ……. gebe wieder auf. Die „Naht“ ist einfach zu stark für meine kleine Schere. Da muss was besseres her.
Feuer? Nicht heiß genug.
Schweißbrenner? Hab ich nicht.
Sprengstoff? Zu laut
Säure? Macht den Inhalt auch kaputt.
Ich entscheide mich für das einzige, was sich grade in der Nähe befindet. Ein echtes Rambo-Messer mit einer gewaltigen Klinge von 6,5cm. Dieses Messer ist mein Ein und Alles. Es kann Briefe öffnen, wie kein Zweites und glänzt schön im Schein meiner Lampe.
Ich steche zu.
Das Plastik kann nicht standhalten und gibt wimmernd nach. Trotz dieser martialisch anmutenden Tat regen sich keine Emotionen in mir. Ich bin zum eiskalten Verpackungskiller geworden.
Nach etwa fünf Sekunden kann ich das gefangen gehaltene Headset aus den Klauen der Verpackung befreien und halte triumphierend das Messer in die Höhe.
Sieg auf ganzer Linie
Derart zufriedengestellt beginne ich mich zu fragen, was die Verpackungsdesigner sich bei soetwas wohl denken. Hassen diese die Kunden vielleicht? Oder sitzen da irgendwelche Designer, die sich über das Thema „usability“ keine Gedanken machen? Oder vertreibt die Firma vielleicht noch ein geeignetes Öffnergerät (ähnlich einem Dosenöffner), und will so seinen Umsatz steigern?
Naja, jedenfalls hab ich gelernt, dass ich in solchen Extremsituationen zum Monster mit Messer werden kann.
Und die Moral von der Geschicht: Ein Rambomesser hat man, oder nicht.
MfG, der Dac!
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Tags: design, headset, messer, rambomesser, verpackung
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Oktober 26, 2008 at 12:30
jaja, der dac,
wir einfach bei sowas zum brutalen verpacktungsmörder
gruß
Oktober 26, 2008 at 1:53
Is mir auch schon aufgefallen, ich denke mal weil die Verhindern wollen das man das einfach Klauen kann
November 7, 2008 at 6:40
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