One night in Lüttringhausen / Remscheid

Ach war das gestern ein Tag…

Nachmittags zu einem Freund gefahren, der eine Grillparty geschmissen hat und schön mit Freunden abgehangen. Für diesen Nachmittag – der sich bis in den frühen Morgen des nächsten Tages erstreckte – nahm ich sogar eine Hinreise von über einer Stunde in Kauf. Das hat sich aber wirklich gelohnt. Beim Freund dann lecker gegessen, ein bisschen getrunken und viel Spaß gehabt.

Um ca. 2 Uhr morgens haben wir uns zu dritt wieder auf den Heimweg gemacht. Plan war ganz einfach:

1.) Mit der NE 16 bis zur Endhaltestelle (Remscheid Bahnhof)
2.) Mit der NE 15 von da aus weiter bis zum Wuppertaler Hauptbahnhof
3.) Weiter mit der S8 bis Mönchengladbach
4.) Auf nach Hause…

zwischen Schritt eins und zwei gab es nur eine relativ kurze Zeitspanne, so dass wir den Busfahrer der NE 16 fragten, ob wir den Anschlussbus denn noch bekommen würden. Ein unfreundliches Brummen und leichtes Nicken ließ uns in Sicherheit wiegen. Hier hätte dem Busfahrer auffallen müssen, dass wir fremd im wunderschönen Remscheid sind und nicht jeden Busfahrplan auswendig wissen.

Egal. Endlich am Remscheider Hauptbahnhof angekommen stürmen wir aus dem Bus und suchen die Haltestelle der NE 15.
Doch… nichts. Wir liefen im Kreis und fanden auf keiner der Anzeigen den Halteplatz der NE 15.
Bis einem aus unserem Trüppchen endlich auffiel, dass aus dem NE 16 von unserem alten Bus ein NE 15 geworden war.
Klasse. Der Busfahrer hat es nicht für nötig gehalten, uns darauf hinzuweisen, dass wir gar nicht wirklich umsteigen müssen, sondern der Bus direkt zu unserem Wunschziel fährt.
Der Herr hat wohl eine schlechte nacht gehabt oder wurde in die Nachtschicht gezwungen. Vielleicht war er aber auch nur so zum Spaß ein Menschenfeind. Einige andere Leute fragten (offensichtlich angetrunken), wo der Bus denn hinfahren würde.
„Steht vorne drauf!“ war die antwort des unsympathischen Busfahrers.
„Ja… hab ich aber nicht gelesen!“
„Tja, wer lesen kann ist klar im Vorteil.“ war die einzige Erwiederung des Fahrers, womit das Gespräch offenbar beendet war.

Naja, irgendwann waren wir dann auch am Wuppertaler Hauptbahnhof und wurde ein weniteres mal überrascht. Statt (wie aus anderen Bahnhöfen gewohnt) einen relativ leeren Bahnhof vorzufinden, sah man überall rumgröhlende Glatzköpfe, Leute, die offensichtlich nichtmal versuchten nicht wie Junkies auszusehen und andere dubiose Gestalten. Wuppertal Bahnhof bei Nacht ist wirklich kein schöner Aufenthaltsort.

Zum Glück verlief alles Weitere reibungslos und um ca. 5 Uhr morgens ist es dann auch mir vergönnt gewesen in mein Bett zu fallen und den Schlaf eines vollkommen Erschöpften zu schlafen.

Aber der Nachmittag bis 2 Uhr morgens war es echt wert.

MfG, Dac!

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